Kuratorium für Verkehrssicherheit zu Gast an der FAST Ort

Für viele Waldbesitzer bedeutet der Herbst eine arbeitsintensive Zeit. Rund 18 Prozent der Unfälle bei privaten Waldarbeiten ereignen sich im November. Insgesamt verletzen sich in Österreich jährlich rund 1.500 Menschen bei privat durchgeführten Wald- und Holzarbeiten so schwer, dass sie im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen. Die Zahl der schwereren Unfälle im Privatbereich ist damit den aktuellsten Zahlen des KFV zufolge doppelt so hoch wie jene der Arbeitsunfälle bei Wald- und Holzarbeiten. Bei privaten Waldarbeiten sind Unachtsamkeit (39 Prozent) und Fehleinschätzung (22 Prozent) die häufigsten Unfallursachen – Berufs-Waldarbeiter nennen diese Ursachen seltener. Und auch im Umgang mit der Motorsäge zeigen sich Unterschiede zwischen privaten und beruflichen Waldarbeitern: Bei privaten Waldarbeiten sind etwa 9 Prozent der Verletzungen auf die Motorsäge zurückzuführen, im beruflichen Segment dagegen nur rund 6 Prozent. Ein Großteil der Unfälle, die im privaten Segment passieren, könnten leicht verhindert werden.“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. Während für die gewerbliche Wald- und Holzarbeit klare Regeln und Schutzvorkehrungen gelten, liegt es im privaten Bereich in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich angemessen zu schützen und auf die Arbeit im Wald vorzubereiten.
Eine Schutzausrüstung wird zwar auch im Rahmen von privaten Wald- und Holzarbeiten großteils getragen, allgemeiner Standard ist sie jedoch nicht. Vor allem beim Tragen von Arbeitshandschuhen und Helmen besteht Nachholbedarf. „Besonders ernüchternd ist die Bilanz bei der Helmtragequote: Etwa 4 von 5 Personen verzichten beim privaten Waldarbeiten auf das Tragen eines Schutzhelmes. Hier ist noch viel bewusstseinsbildende Aufklärungsarbeit zu leisten“, erläutert Thann. Durch eine fachgerechte Vorbereitung und gute Schutzausrüstung kann das Unfallrisiko deutlich verringert werden. Moderne Schutzausrüstung, gutes Werkzeug sowie eine individuelle Schulung durch erfahrenes Fachpersonal sind zentrale Voraussetzungen für eine sichere und effiziente Waldarbeit. Hinsichtlich der Schutzausrüstung sollten sich Privatpersonen an den von professionellen Wald- und Holzarbeitern verwendeten Produkten orientieren.

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